Das Mondmetall
ppm verstehen: Was die wichtigste Zahl auf dem Etikett bedeutet
ppm entscheidet über den Wert einer kolloidalen Lösung und wird am häufigsten geschönt. Was die Zahl bedeutet und woran man ehrliche Angaben erkennt.
Teile pro Million
„ppm“ steht für parts per million — Teile pro Million. Ein ppm bedeutet: In einer Million Teilen Wasser schwebt ein Teil des Elements. Praktischer gerechnet entspricht 1 ppm genau 1 Milligramm Element pro Liter. Eine Lösung mit 50 ppm enthält also 50 Milligramm elementares Mineral im Liter — und eine mit 250 ppm das Fünffache.
Warum die Zahl so oft nicht stimmt
Hohe ppm-Werte sind schwer zu erreichen — besonders bei Edelmetallen. Mit klassischen Elektrolysegeräten löst sich Gold beispielsweise quälend langsam: Nach zehn bis zwölf Stunden erreicht ein Heimgerät kaum ein einziges ppm. Wer 50 ppm Gold verspricht, muss also entweder ein grundlegend anderes Verfahren beherrschen — oder er schreibt eine Zahl aufs Etikett, die im Wasser nicht vorhanden ist. Beides kommt vor; nur eines davon ist ehrlich.
Bei echten Kolloiden verrät die Farbe den Gehalt: Goldkolloid zeigt ab 10 ppm ein deutliches Rosa und leuchtet bei 50 ppm tief rubinrot, Silberkolloid färbt sich mit steigendem Gehalt goldgelb bis bernsteinbraun. Eine wasserklare Lösung mit hoher ppm-Angabe auf dem Etikett widerspricht der Physik.