Das Mondmetall
Kolloide richtig lagern: Licht, Glas und stille Orte
Die Ladung eines Kolloids ist vergänglich wie die einer Batterie. Wie man kolloidale Lösungen aufbewahrt, damit sie monatelang stabil bleiben.
Der natürliche Feind: Licht und Felder
Die elektrische Ladung, die kolloidale Teilchen in der Schwebe hält, verflüchtigt sich mit der Zeit wie die Ladung einer Batterie. Licht und Wärme beschleunigen diesen Prozess, ebenso elektromagnetische Felder: Kühlschrank, Mikrowelle, Fernseher und WLAN-Router sind schlechte Nachbarn für eine kolloidale Lösung. Der richtige Platz ist ein kühler, dunkler, ruhiger Ort — ausdrücklich nicht der Kühlschrank.
Das richtige Gefäß
Kolloide gehören in Glas — niemals in Kunststoff, Stahl oder Aluminium, deren Oberflächen die Ladung stören oder Teilchen binden. Braunglas schützt gut, echtes Miron-Violettglas noch besser: Es blockiert das gesamte sichtbare Lichtspektrum und lässt nur Violett- und Infrarotanteile passieren — ein Frequenzfilter aus Glas. Deshalb füllen wir jede Flasche von Hand in Miron-Violettglas ab, auch wenn allein die Flasche mehr kostet als mancher Billig-Inhalt.
Auch im Umgang gilt eine Regel: Die Lösung nie mit Metall in Berührung bringen — Metall kann die Ladung der Partikel neutralisieren. Glas, Porzellan oder notfalls Kunststoff sind die richtigen Begleiter.
Ein Warnzeichen kennt jede kolloidale Lösung: Flocken oder Bodensatz. Sie zeigen, dass Teilchen ihre Ladung verloren haben und sich zusammenballen — meist nach zu langer Lagerung, Licht oder Hitze. Eine frische, gut gelagerte Lösung bleibt dagegen über Monate klar und gleichmäßig.