Das Mondmetall
Die sieben Planetenmetalle der Alchemie
Sonne und Gold, Mond und Silber, Venus und Kupfer: Wie die alte Lehre Himmel und Metall verband — und was davon in unseren Namen weiterlebt.
Sieben Wandelsterne, sieben Metalle
Die Alchemisten kannten sieben Metalle — und am Himmel sieben Wandelsterne. Für sie war das kein Zufall, sondern Entsprechung: Die Sonne spiegelte sich im Gold, der Mond im Silber, die Venus im Kupfer, der Mars im Eisen, der Jupiter im Zinn, der Saturn im Blei und der Merkur im Quecksilber. Jedes Metall trug den Charakter seines Gestirns: Gold die strahlende Vollkommenheit der Sonne, Silber die kühle Klarheit des Mondes, Eisen den Willen des Kriegsplaneten.
In den Sprachen Europas lebt diese Lehre bis heute: Das lateinische Silber heißt argentum wie der silberne Glanz, das französische Wort für Blei-Umwandlung, „saturnisme“, erinnert an Saturn — und die Alchemisten schrieben für die Metalle schlicht die Zeichen der Planeten. Die Lehre von der Entsprechung — „wie oben, so unten“ — geht dabei auf Hermes Trismegistus zurück, den legendären Ahnherrn der Alchemie.
Sol et Luna: das große Paar
Im Zentrum der alchemistischen Bildwelt stand das Paar Sol und Luna — Gold und Silber, Sonne und Mond, das Aktive und das Empfangende. Ihre Vereinigung, die „chymische Hochzeit“, galt als Sinnbild der Vollendung. Wenn unsere Etiketten vom Sonnenmetall und vom Mondmetall sprechen, greifen sie diese jahrtausendealte Sprache auf.
Blei und Quecksilber führen wir aus gutem Grund nicht: Die alte Lehre kannte ihre Giftigkeit noch nicht — wir schon. Die übrigen fünf Planetenmetalle aber finden Sie alle in unserem Sortiment: Gold, Silber, Kupfer, Eisen und Zinn.